FÖRDERVEREIN DER WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTEN DER RWTH AACHEN E.V.

Rückblick

Rückblick

18. Januar 2016 - 18:30

Bericht über die Nobel Prize Lecture

Thema:
Der Förderverein Wirtschaftswissenschaften und Lehrstuhl Controlling veranstalteten die zweite Nobel Prize Lecture

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Dekan der Fakultät, Herr Professor Dr. Kittsteiner die etwa 250 anwesenden Gäste. Auch Wolfgang Mainz, Vorstand des Fördervereins der Wirtschaftswissenschaften, richtete einige Grußworte an die Zuhörer. Der Förderverein setzt sich seit mehr als 30 Jahren für die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ein. Er stellt Kontakte zwischen Managern, Unternehmen, Lehrenden, Studierenden und Absolventen her, um einen regelmäßigen Gedankenaustausch zu ermöglichen. Im Anschluss begann Professor Dr. Lorz mit der Vorstellung des Wirtschaftsnobelpreises von 2015, den Angus Deaton für seine „Analyse von Verbrauch, Armut und Wohlfahrt“ erhielt. Dabei wurde nicht ein einzelnes zentrales Werk von ihm ausgezeichnet, sondern die breite Palette seiner Forschungen zu den Themen Konsum, Einkommen und Wohlfahrt. Sein „beinahe ideales Nachfragesystem“ hat sich inzwischen zu einem Standardansatz entwickelt, um die Wirkungen von Preis- und Einkommensänderungen auf die Nachfrage nach unterschiedlichen Gütern und die individuelle Wohlfahrt ermitteln zu können. Mit Beiträgen zum Zusammenhang zwischen Einkommen, Ersparnis und Konsum hat er darüber hinaus gezeigt, wie wichtig es ist, die Heterogenität von Konsumenten bei der Analyse gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge zu berücksichtigen. Letztlich hat er auch maßgeblich dazu beigetragen, auf Grundlage von Haushaltsbefragungen zu aussagekräftigen Daten über den Lebensstandard der Ärmsten in Entwicklungsländern zu gelangen. Den zweiten Vortrag widmete Professor Dr. Gürerk Vernon L. Smith, der den Wirtschaftsnobelpreis im Jahr 2002 für seine Forschung zum Thema „Spielend Geld verdienen – Etablierung von Laborexperimenten als Werkzeug der empirischen ökonomischen Analyse“ erhielt. Vernon L. Smith ist einer der Pioniere der „experimentellen Wirtschaftsforschung“, die gleichzeitig eine Forschungsmethode als auch ein ständig wachsendes Forschungsgebiet der Wirtschaftswissenschaften bezeichnet. Smith prägte sowohl mit seinen wichtigen methodologischen als auch einflussreichen inhaltlichen Beiträgen die Anfänge der experimentellen Wirtschaftsforschung. So hat er eine Reihe experimenteller Methoden entwickelt, wie beispielsweise die erfolgsabhängige Bezahlung der Teilnehmer, die den Standard für Laborexperimente in der Wirtschaftsforschung bilden. In eigenen Experimenten untersuchte Smith die Bedeutung alternativer Marktinstitutionen; zum Beispiel dass das Regelwerk einer Auktion entscheidenden Einfluss darauf hat, welchen Preis ein Verkäufer erwarten kann. Smith propagierte auch, dass man das Laboratorium als einen „Windtunnel“ benutzen kann, in dem „Spielregeln“ für neue Märkte – wie etwa deregulierte Elektrizitätsmärkte – getestet werden, bevor sie in die Praxis übernommen werden. Vernon Smiths Arbeit hat entscheidend dazu beigetragen, dass die experimentelle Methode mittlerweile zu einem wichtigen Werkzeug in der empirischen wirtschaftswissenschaftlichen Analyse geworden ist. Nach einer anschließenden Fragerunde konnten die Teilnehmer die Veranstaltung bei einem Umtrunk ausklingen lassen. Die Initiatoren der Veranstaltung, Professor Dr. Letmathe und Wolfgang Mainz, möchten sich bei allen Teilnehmern bedanken und freuen sich schon auf eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe tzen vor.

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18. Januar 2016 - 18:30

Vorankündigung

Thema:
Nobel Price Lecture

Ort: Aula 1 (Templergraben 55, Aachen)

Am 18.Januar 2016 um 18.30 Uhr stellen im Rahmen der Aachener Wirtschaftsgespräche Professoren der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften die Nobelpreisträger der Jahre 2002 und 2015 mit ihren Forschungsansätzen vor.

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13. Januar 2015 - 12:00

Bericht über die Nobel Prize Lecture

Thema:
Der Förderverein Wirtschaftswissenschaften und Lehrstuhl Controlling veranstalteten erste Nobel Prize Lecture

Zum ersten Mal fand eine wirtschaftswissenschaftliche Nobelpreis-Lecture an der RWTH Aachen statt. Der Förderverein Wirtschaftswissenschaften der RWTH Aachen e.V. lud in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Controlling am Montag, den 12. Januar ab 18:30 Uhr zu der neuen Veranstaltungsreihe im Rahmen der Aachener Wirtschaftsgespräche ein. In der voll besetzten Couvenhalle waren knapp 170 Personen voller Erwartung auf die Vorträge der beiden Referenten Thomas Kittsteiner, Professor für Mikroökonomie an der RWTH Aachen, und Bertram Steiniger, Juniorprofessor für Real Estate Finance an der RWTH Aachen. Wolfgang Mainz, Vorsitzender des Fördervereins, begrüßte die Gäste und nutzte die Gelegenheit den Verein allen Besuchern vorzustellen. Der Verein setzt sich seit mehr als 30 Jahren für die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ein. Er stellt Kontakte zwischen Managern, Unternehmen, Lehrenden, Studierenden und Absolventen her, mit dem Ziel des Gedankenaustausches. Bertram Steiniger thematisierte den Wirtschaftsnobelpreis von 2013, den die Forscher Eugene F. Fama, Lars Peter Hansen und Robert J. Shiller „für ihre empirische Analyse von Vermögenspreisen“ erhielten. Dabei untersuchten sie effiziente Märkte und wie sich Immobilienblasen bilden. Im Rah-men der jährlichen Nobelpreisverleihungen ist nicht jede Nobelpreiskategorie geeignet, gegensätzliche Meinungen auszuzeichnen, der Wirtschaftsnobelpreis schon – ein Mehrwert für unsere Disziplin. Zeigte Eugene Fama in den 60er Jahren noch, dass Aktienrenditen kurzfristig nahezu nicht vorhersagbar wären und effiziente Märkte neue Informationen sofort in Preise umwandeln, widersprechen Lars Hansen und Robert Shiller mit ihren empirischen Datenanalysen gerade diesen Thesen. Sie dokumentieren einerseits die begrenzte Prognosefähigkeit von Renditen und anderseits die Irrationalität von Märkten, die z.B. zur letzten Immobilienblase in den USA führte. Ihre Erkenntnisse finden seit Jahren in der Praxis sowohl bei Index-Fonds als auch Value-Investing-Strategien Anwendung. Im zweiten Vortrag widmete sich Prof. Thomas Kittsteiner dem Wirtschaftsnobeplreisträger 2014 Jean Tirole, der „für seine Analyse von Marktmacht und -regulierung“ die Auszeichnung erhielt. Jean Tirole widmet sich in seinen Arbeiten Firmen, die gegeneinander und gegen die Regulierungsbehörden strategische Spiele spielen. In den Wirtschaftswissenschaften wurde der Nobelpreis häufig für eine einzelne, bahnbrechende Idee vergeben. Jean Tirole lässt sich dagegen nicht auf eine einzelne Arbeit oder Idee reduzieren. Der Preis würdigt vielmehr seine zahlreichen Beiträge zur Industrieökonomik. Jean Tirole hat erkannt, dass man eine bestimmte Branche und die Strategien und Handlungen deren Unternehmen nur dann verstehen und, wenn nötig, regulieren kann, wenn man die jeweiligen Charakteristika berücksichtigt. Dieses ist schwierig. So kann Marktmacht z.B. daraus resultieren, dass es Konsumenten und der Politik an wichtigen Informationen mangelt, dass Marktteilnehmer strategisch agieren und/oder dass Regulierer nicht immer die öffentlichen Interessen vertreten. Jean Tirole hat eine Toolbox entwickelt, um die verschiedenen Aspekte zu verstehen und Empfehlungen für die Praxis herzuleiten. Nach einer anschließenden Fragerunde konnten die Teilnehmer die Veranstaltung bei einem kleinen Umtrunk im persönlichen Gespräch ausklingen lassen. Die Initiatoren und Referenten bedanken sich bei allen Teilnehmern und freuen sich schon auf eine Fortsetzung dieser Veranstaltungsreihe. Ein ganz besonderer Dank gilt dem Team von Prof. Peter Letmathe für die perfekte Organisation.


12. Januar 2015 - 18:30

Vorankündigung

Thema:
Nobel Price Lecture

Ort: Couven-Halle (Kármánstr. 17-19, Aachen)

Am 12.Januar 2015 um 18.30 Uhr stellen im Rahmen der Aachener Wirtschaftsgespräche Professoren der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften die Nobelpreisträger der Jahre 2013 und 2014 mit ihren Forschungsansätzen vor.

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